Heute stand der ganze Tag unter dem Motto: „Wir bauen ab.“ Alle Zelte mussten abgebaut werden, denn der LKW wurde heute beladen und fährt noch heute Nacht zurück nach Berlin. Wir übernachten die letzte Nacht in Scheltern, um den Platz noch einmal in der Gruppe ganz allein zu genießen.
Ein Abbau bedeutet nicht einfach nur, alles irgendwie zusammenzupacken und in den LKW zu laden. Wir sortieren vorher ganz genau, wohin alles kommt, und prüfen, was ersetzt werden muss oder was kaputtgegangen ist. Die Kinder haben ihre Schlafzelte selbst abgebaut, zusammengefaltet, zusammengeschnürt und in die großen Säcke gesteckt. Anschließend haben sie die großen Gestänge gereinigt und zum LKW getragen. Das war manchmal ganz schön schwer, aber zusammen haben sie es alle geschafft.
Für uns ist es sehr wichtig, dass die Kinder das weitestgehend selbstständig lernen. So verstehen sie, warum wir so sehr darauf angewiesen sind, mit unserem Material – und insbesondere mit den teuren Zelten – sorgsam umzugehen. Denn diese müssen noch viele Jahre halten.
Immer wieder sind wir sehr erstaunt, wie toll die Kinder und Jugendlichen im gesamten Zeltlager mit dem Material umgehen, wie sorgsam sie sind und dass sie, wenn mal etwas kaputtgeht, einfach Bescheid sagen. Dann schauen wir gemeinsam, wie wir es wieder in Ordnung bringen können. Das hat viel damit zu tun, dass sie verstanden haben, dass das Material nicht einfach irgendjemandem gehört, sondern tatsächlich ihnen. Dass sie Teil dieses Verbandes sind und wir als Verband gemeinsam auf unsere Sachen achten.
Auch das große Essenszelt wurde eingeräumt – das war schon ein trauriger Moment. Die Tische und Bänke wurden gereinigt und zusammengeklappt, und auch unser Küchenzelt mit all den Töpfen, Pfannen, Kellen, Schüsseln und Hockern. Alles ist am Ende zusammengefaltet im LKW gelandet. Das Heu wurde aus allen Zelten zusammengetragen und wird den Bauern zurückgegeben, die es weiterverarbeiten. Auch hier ist es schön zu sehen, dass alle sehr darauf geachtet haben, dass das Stroh wirklich sauber bleibt. Wo vielleicht mal etwas reingefallen ist, haben wir natürlich noch einmal nachgeschaut, dass wir alles wieder wegräumen. Schließlich wollen wir nicht einfach kommen, viel Müll hinterlassen und weggehen, sondern wir achten sehr genau darauf, dass die Dinge auch wirklich weitergenutzt werden können.
Und so machen wir uns jetzt langsam auf den Weg in unsere Unterkünfte und genießen die Gruppe noch einmal mit einem schönen Spiel, Gitarrenmusik, einem Lagerfeuer. Morgen früh steigen wir in den Bus. Wir freuen uns schon sehr auf euch und denkt dran: Wir wollen viel gekuschelt werden, lecker essen, ausgiebig duschen oder baden und unsere Geschichten erzählen. Vielleicht wollen wir euch aber auch gar nichts erzählen und gleich ins Bett gehen – das ist auch gut.
Gute Nacht und Freundschaft!
Eure Falken Neukölln ❤️




















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