Heute begann der Tag für alle mit einer großen Suchaktion: Die Trolle hatten über Nacht einen Streich gespielt und kurzerhand sämtliche Schuhe stibitzt. Am Morgen baumelten sie gut sichtbar am Fahnenmast. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Nach erfolgreicher Suche konnten alle wieder ihre Schuhe anziehen und sich zunächst einmal anziehen und zum Frühstück gehen.
Danach starteten die Kultur- und Kreativ-Neigungsgruppen. Wieder gab es jede Menge Möglichkeiten, kreativ zu werden: Linoldruck, Naturmalerei, Traumfänger, Kerzenziehen, Buttons, Häkeln, Sticken und sogar selbstgemachte Süßigkeiten für den Konsum standen auf dem Programm.
Anschließend wurde fleißig für den Kulturabend geprobt und es gab Gruppenprogramm.
Langsam machten sich dann zum Abend auch die Gruppenleitungen auf den Weg in ihren freien Tag. Nach dem Schlusskreis übernimmt die SJ für einen Tag die Verantwortung für die Kindergruppen und gestaltet gemeinsam mit ihnen das Programm. Für die Jugendlichen ist das eine wichtige Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und auszuprobieren, ob sie vielleicht bei der nächsten JuLeiCa den Schritt zur eigenen Gruppenleitung wagen möchten.
Für unser Lager ist dieser Tag besonders wichtig. Bei uns fahren nicht alle Gliederungen getrennt mit ihren jeweiligen Ringen, sondern wir verbringen das Lager bewusst gemeinsam. So können die Kinder von gestern als Jugendliche von heute selbst Verantwortung übernehmen und morgen zu Gruppenleitungen werden. Manche entscheiden sich später vielleicht für die Technik, und auch das ist völlig in Ordnung. Beides ist wichtig und beides braucht es.
Während die Gruppenleitungen unterwegs sind, bleiben auf dem Platz natürlich Technikpersonen und zwei Gruppenleitungen ansprechbar, wenn Unterstützung gebraucht wird. Und sobald die Kinder im Bett sind, wird das Küchenzelt zum Treffpunkt der Nachwuchs-Gruppenleitungen. Dort sitzen sie zusammen, besprechen den Tag und tauschen sich darüber aus, was gut gelaufen ist und wo es vielleicht noch Fragen gibt.
Auch für das Team beginnt damit eine wichtige Zeit: einmal abschalten, ausschlafen, Kraft tanken und Zeit miteinander verbringen, zum Spielen, Diskutieren, Lachen und einfach zum Ausspannen.
Zu den Fotos vom Küchendienst möchten wir noch ein bisschen erzählen. Küchendienst und Hygienedienst nennen wir bei uns „Soziale Dienste“. Sie werden gruppenweise organisiert. Die Gruppen überlegen bereits beim Himmelfahrtscamp, welche zwei bis drei Gerichte sie während ihres Küchendienstes kochen möchten.
Am entsprechenden Tag kochen sie dann gemeinsam und übernehmen alles, was dazugehört: Zutaten vorbereiten, kochen, Tische decken, abwaschen und am Ende natürlich auch wieder alles aufräumen. Am folgenden Tag übernimmt die Gruppe den Hygienedienst.
Dabei werden die Kinder von der Technik begleitet. Auch unsere Techniker*innen haben eine JuLeiCa und wissen, wie sie eine Gruppe pädagogisch begleiten und unterstützen können.
So manche Eltern würden wahrscheinlich staunen, wie selbstständig Kinder sein können, wenn man ihnen etwas zutraut und sie machen lässt, und mit wie viel Freude sie Verantwortung übernehmen, helfen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen.
Wir sagen für heute Gute Nacht und Freundschaft!

















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